Adobe Photoshops Hartzeichner

Adobe hat kürzlich ein Beta Produkt bzw. eine Beta Funktion von Photoshop vorgestellt. Was soll denn ein Hartzeichner sein? Jeder kennt es, das Bild könnte perfekt sein aber man konnte die Kamera nicht ruhig halten. Die neue Unblur Technologie von Adobe soll diesem Problem nun ein Ende bereiten. Photoshop berechnet aus der Bewegungsunschärfe des unscharfenen Bilds wie wie es in scharf aussehen würde.

Dieses Feature hätte theoretisch das Potential insbesondere die Hobbyphotographen-Nische zu revolutionieren. Sollte die Technologie wirklich zuverlässig funktionieren, würde das Photografieren in schwierigen Situationen um einiges leichter werden. Photos auf beweglichem Untergrund oder auch sich schnell bewegende Objekte.

Hier die Erklärung zu der neuen Technologie direkt vom Adobe Blog: »blogs.adobe.com

 

Video der Präsentation der Unblur Technologie auf Adobes Messe MAX2011

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Freistellen mit Photoshop

Das Freistellen mit Photoshop ist eine Fähigkeit die in den meisten Bereichen der Bildbearbeitung benötigt wird. Was ist Freistellen? Will man Personen oder Objekte aus einem Bild herausnehmen und in ein anderes einsetzen – z.B. bei Bildmontagen – muss man das Objekt von seinem Hintergrund freistellen. Photoshop bietet eine Vielzahl von Tools und ermöglicht damit verschiedene Techniken zum Freistellen.

Freistellen mit Hilfe des Lasso Werkzeugs

Mit dem Lasso Tool erstellt man Auswahlpunkte um das gewünschte Objekt herum und erfasst damit das Objekt oder die Person in einer Auswahl. Diese kann dann mit Auswahl -> Maaske verfeinern noch einmal überarbeitet werden. Die Lasso Methode eignet sich vor allem für Objekte mit klaren Kanten. Schwierig bis unmöglich wird das Freistellen per Lasso wenn schwierige Stellen wie z.B. Haare hinzukommen die nicht nur keine klaren Kanten, sondern auch noch den Hintergrund durchscheinen lassen. Ein weiterer Nachteil dieser Methode ist es, dass es keine Möglichkeit gibt, einmal gesetzte Auswahlpunkte zu manipulieren. Das LAsso Tool ist zum Freistellen also nur geeignet wenn man einfache Objekte in kurzer Zeit freistellen will.

Freistellen mit dem Ankerpunkt Werkzeug

Im Gegensatz zum Lasso ermöglicht das Ankerpunkt Werkzeug es die gesetzten Punkte jederzeit zu manipulieren. Wenn alle Punkte gesetzt wurden entsteht ein Pfad und keine Auswahl. Dieser Pfad kann mit allen Mitteln der Pfadwerkzeuge manipuliert und angepasst werden. Obwohl das Ankerpunkt Werkzeug schon deutlich mehr Komfort bietet als das Lasso, ist es dennoch kaum möglich schwierige Stellen wie die schon erwähnten Haare richtig freizustellen.

Freistellen mit dem Extrahieren Werkzeug (bis CS4)


Das Extrahieren Werkzeug ist das von Photoshop vorgesehene Werkzeug um Objekte freizustellen. Das Werkzeug hat sich im Laufe der Versionen stark weiterentwickelt und ist mittlerweile in den meisten Fällen ausreichend. Wählt man das Extrahieren Werkzeug unter den Filtern aus, öffnet sich ein neues Fenster mit speziellen Werkzeugen. Hier fährt man einfach mit dem Brush die Kante des Objekts entlang das freigestellt werden soll. Danach muss nur noch der zu schützende Bereich ausgewählt werden und der Vorgang kann abgeschlossen werden. Im Nachhinein ist es dann noch nötig die Auswahl anzupassen. Das Extrahieren Werkzeug wurde ab Photoshop CS5 durch das Schnellauswahlwerkzeug ersetzt.

Freistellen mit dem Schnellauswahl Werkzeug

Ab der Version CS5 wurde das Extrahieren Werkzeug durch das Schnellauswahl Werkzeug ersetzt. Dadurch ist keine extra Oberfläche mehr für das Freistellen notwendig. Das Werkzeug funktioniert prinzipiell ähnlich, man wählt mit einem Brush eine Auswahl und addiert oder extrahiert graduell an den Kanten um sie perfekt freizustellen. Drückt man die ALT-Taste, wird von der Auswahl substrahiert. Ist man mit seiner Auswahl zufrieden, kann die Kante noch einmal verfeinert werden. Hier stehen Schieberegler zur Verfügung mit denen man spezielle Veränderungen vornehmen kann. Dieses Werkzeug ist unter den bisher vorgestellten auch am besten geeignet um Haare und ähnlich schwierige Fälle freizustellen.

Freistellen durch das Manipulieren der Farbkanäle

Diese Methode erfordert von allen vorgestellten das größte Fingerspitzengefühl. Es wird versucht durch die Manipulation der einzelnen Farbkanäle eine schwarz-weiß Maske zu erstellen aus der man dann eine Auswahl erstellen kann. Diese Technik funktioniert sehr gut, wenn sich das Objekt kontrastreich von seinem Hintergrund abhebt. Allerdings sind mit dieser Methode und der Zuhilfenahme von Filtern und anderen Werkzeugen auch ansonsten beinah unmögliche Freistellungsaufgaben zu meistern.

Video Tutorials der vorgestellten Methoden

Dieser Artikel sollte einen Überblick geben welche Möglichkeiten Photoshop bietet um Objekte und Personen freizustellen. In Zukunft werden ich zu jedem Tool ein kurzes Video Tutorial aufnehmen um die Methode zu demonstrieren.

 

Tutorial: Wassertropfen in Photoshop

Ein schon etwas älteres Video von mir in dem ich erkläre wie man mit Ebenenstile Wassertropfen simulieren kann. Das Video liegt auf Vimeo in HD Qualität.

RAW vs. JPEG & sRGB vs. Adobe RGB

Jede zweite Woche liest man auf irgendeinem Photoblog einen Beitrag zu diesem Thema. Und eigentlich ist die Antwort immer die gleiche. Deswegen werde ich ein wenig anders an das Thema herangehen und anstatt zu erklären was “besser” ist, euch einen Eindruck davon zu ermitteln was besser für eure Ansprüche ist.

Die Hardcore Photografen werden immer antworten: “Natürlich RAW mit Adobe RGB” und damit haben sie auch eigentlich recht, allerdings ist das eine Gruppe von Photografen die einen sehr hohen Anspruch an ihre künstlerische Freiheit haben und die Bilder zudem oft in den Druck geben.

Wenn man im RAW-Modus fotografiert, ist die Einstellung des Farbraums in der Kamera vollkommen egal, da dieser später im RAW- Verarbeiter (Camera RAW, Aperture, Lightroom, etc) eingestellt werden kann. Die Einstellung in der Kamera ist folglich nur dann interessant wenn JPEGs fotografiert werden.

Für Anfänger kann RAW + Adobe RGB oft die falsche Wahl sein, denn:

  • Die Bilder sehen im RAW Converter nicht so aus wie “geplant”. Es ist also mehr Arbeit notwendig und die spezifischen Einstellungen während des fotografierens sind weniger permanent.
  • Ins Internet hochgeladene Bilder mit Adobe RGB sehen für 95% der Leute anders aus, da die meisten Browser keine Farbraumverwaltung unterstützen oder diese Standardmäßig ausgeschaltet haben. Eure Adobe RGB Bilder werden also vom Browser als sRGB interpretiert und die Farben sehen nicht original aus.
  • Der Buffer einer Anfänger DSLR ist viel kleiner als bei einer Profikamera. Das bedeutet, das Serienbildaufnahmen bei RAW langsamer sind und nicht soviele Bilder am Stück gemacht werden können. RAW Dateien sind ca. 5 mal größer als JPEGs.

Trotzdem ist RAW das bessere Format, da es nicht komprimiert ist wie ein JPEG. Zwar kann man in den neueren Versionen von Camera RAW auch JPEGs laden, allerdings ist nicht das selbe Ausmaß an Veränderungen möglich.

Für Photobearbeiter, die viel mit ihren Photos spielen und diese manipulieren und auch gewillt sind viel Arbeit und Zeit aufzuwenden, ist RAW + Adobe RGB die bessere Wahl.

Für Photografen die vor allem gerne fotografieren aber kein Interesse daran haben nacher noch Stunden am Computer zu verbringen, ist JPEG die bessere Wahl. Der Farbraum hängt hier davon ab, ob die Bilder für den Druck(AdobeRGB) oder fürs Web(sRGB) bestimmt sind.

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